Mythos: „Kaffee, eine kalte Dusche oder Sport machen nüchtern“
Wird man mit Kaffee oder einer kalten Dusche nüchtern?
Nur die Zeit senkt den Alkoholspiegel, um 0,10 bis 0,15 Promille pro Stunde. Schweiß enthält keinen Alkohol: Die Leber baut ihn ab.
Kaffee zum Nüchternwerden, Grog gegen Erkältung, Rotwein fürs Herz … Was die Wissenschaft wirklich sagt, mit Quellen.
23 dieser 24 Annahmen sind falsch. Nur eine stimmt teilweise: vor dem Trinken essen.
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Mythos: „Kaffee, eine kalte Dusche oder Sport machen nüchtern“
Nur die Zeit senkt den Alkoholspiegel, um 0,10 bis 0,15 Promille pro Stunde. Schweiß enthält keinen Alkohol: Die Leber baut ihn ab.
Mythos: „Grog oder Glühwein heilen eine Erkältung“
Eine Wirkung ist nie nachgewiesen worden. Alkohol erweitert die Blutgefäße und kann die Schleimhäute reizen.
Quellen: Allodocteurs
Mythos: „Wer vor dem Trinken isst, wird nicht betrunken“
Eine Mahlzeit verlangsamt, wie schnell der Alkohol ins Blut gelangt: Der Höchstwert kommt später. Betrunken wird man trotzdem.
Quellen: CIDJ
Mythos: „Ein Glas Rotwein am Tag ist gut für Gesundheit und Herz“
Laut WHO ist keine Menge Alkohol ohne Risiko. Das französische Forschungsinstitut Inserm schließt jede Schutzwirkung von Wein aus: Das „französische Paradoxon“ hält nicht.
Quellen: OMS Europe, 2023, Agra
Mythos: „Alkohol verdampft beim Kochen vollständig“
Nicht vollständig. Laut Tabellen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) bleiben nach 15 Minuten Kochzeit etwa 40 % des Alkohols, nach 1 Stunde 25 % und nach 2,5 Stunden 5 %.
Quellen: Idaho State University (tables USDA)
Mythos: „Man baut ein Bier pro Stunde ab“
Das ist nur ein grober Richtwert. Der Abbau ist von Mensch zu Mensch verschieden, und ein starkes Bier zählt wie mehrere Standardgläser.
Quellen: L’Avenir
Mythos: „Ein Löffel Öl vor dem Trinken schützt“
Dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg. Der Großteil des Alkohols wird ohnehin weiter unten aufgenommen, im Dünndarm.
Quellen: Anglia Ruskin University
Mythos: „Wer durcheinander trinkt, wird betrunkener“
Nein: Entscheidend ist die gesamte Alkoholmenge, nicht die Mischung.
Quellen: Mental Floss
Mythos: „„Bier auf Wein, das lass sein“: Die Reihenfolge beeinflusst den Kater“
Nein. Eine Studie mit 90 Freiwilligen (American Journal of Clinical Nutrition, 2019) fand keinen Unterschied, egal in welcher Reihenfolge Bier und Wein getrunken wurden.
Quellen: EurekAlert
Mythos: „Männer und Frauen vertragen Alkohol gleich“
Nein. Bei gleicher Menge haben Frauen meist einen höheren Promillewert: Ihr Körper enthält weniger Wasser, um den Alkohol zu verdünnen, und sie bauen ihn langsamer ab.
Quellen: Ville de Paris
Mythos: „Alkoholfreies Bier enthält keinen Alkohol“
Es kann etwas enthalten: In Frankreich darf Bier bis 1,2 % vol. als „sans alcool“ (alkoholfrei) bezeichnet werden.
Quellen: Weblex
Mythos: „Wer viel verträgt, riskiert nichts“
Im Gegenteil. Immer mehr zu brauchen, um die Wirkung zu spüren, ist ein Zeichen von Gewöhnung.
Quellen: Université Clermont Auvergne
Mythos: „Es gibt ein Mittel gegen den Kater (Konterbier, Paracetamol …)“
Nein. Ein Konterbier verlängert den Kater nur, und Paracetamol wird zusammen mit Alkohol nicht empfohlen.
Quellen: Mental Floss, Allodocteurs
Mythos: „Alkohol hilft beim Schlafen“
Man schläft schneller ein, aber Alkohol verkürzt den REM-Schlaf: Der Schlaf ist nicht erholsam.
Quellen: Futura
Mythos: „Alkohol wärmt“
Nein. Alkohol erweitert die Blutgefäße und lässt den Körper Wärme verlieren, während er die Anzeichen einer Unterkühlung verdeckt.
Quellen: Futura
Mythos: „Ein kleines Glas in der Schwangerschaft ist harmlos“
Nein. Die offizielle Empfehlung lautet: kein Alkohol in der Schwangerschaft. 2020 hielten in Frankreich noch 25 % ein Glas zu besonderen Anlässen für harmlos.
Quellen: Santé publique France
Mythos: „Viel Wasser trinken senkt den Promillewert“
Nein. Wasser beugt dem Flüssigkeitsmangel vor, aber nichts beschleunigt den Abbau von Alkohol.
Quellen: CIDJ
Mythos: „Erbrechen (oder salziger Kaffee) senkt den Promillewert“
Nein. Erbrechen leert nur den Magen: Der Alkohol ist schon im Blut. Und im Rausch droht man, Erbrochenes einzuatmen.
Quellen: Université Clermont Auvergne
Mythos: „Ein Pfefferminz oder Kaugummi täuscht den Alkoholtest“
Nein. Weder Kaugummi noch Pfefferminzbonbons verändern das Ergebnis.
Quellen: Ville de Paris
Mythos: „Ein Verdauungsschnaps hilft beim Verdauen“
Im Gegenteil: Alkohol bremst die Magensäfte und die Bewegung des Magens. Die Verdauung wird langsamer.
Quellen: Futura
Mythos: „Alkohol verdünnt das Blut und schützt die Arterien“
Keine Studie zeigt einen Nutzen für Herz und Gefäße, der das alkoholbedingte Krebsrisiko überwiegt.
Quellen: OMS Europe, 2023
Mythos: „Alkohol ist ein Aphrodisiakum“
Nein. Er dämpft die Empfindungen und erschwert die Erregung.
Quellen: Mental Floss
Mythos: „Bier oder Wein sind schwächer als Schnaps“
Nicht pro Glas. Ein Glas Wein, ein Bier und ein kleiner Whisky enthalten jeweils etwa 10 g reinen Alkohol: Das ist in Frankreich ein Standardglas.
Quellen: Ville de Paris
Mythos: „Wer nicht jeden Tag trinkt, hat kein Problem“
Die Häufigkeit allein sagt nichts aus: Entscheidend ist die Beziehung zum Alkohol.
Quellen: CIDJ
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Diese Informationen sind allgemein und ersetzen keinen ärztlichen Rat.
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